Die große Kenia-FAQ – mit allen wichtigen Infos, die während des Urlaubs Geld, Zeit und Nerven sparen.
Über 80.000 Deutsche besuchen jedes Jahr Kenia – vor allem für Strandurlaub und Safaris.
Kenia gilt als das beliebteste Reiseziel deutscher Touristen in Ostafrika. Vieles ist im Land anders, als gewohnt. Mit "Wissenswertes und Reisetipps" möchten wir Ihnen hilfreiche Informationen an die Hand geben, damit Sie sich optimal auf Ihren Kenia-Urlaub vorbereiten können.
Wetter & Temperaturen
Wechselkurs / Euro ⇔ Schilling
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise einen eReisepass mit RFID-Chip, der über den Reisezeitraum hinaus mindestens noch sechs Monate gültig sein muss. Personalausweise werden nicht akzepiert. Für minderjährige Kinder ist ein Kinderreisepass erforderlich.
Kenia-Urlauber benötigen zur Einreise eine elektronische Einreisegenehmigung "Electronic Travel Authorization" (eTA). Die Beantragung erfolgt online und
kann frühestens drei Monate vor Abreise, spätestens jedoch 72 Stunden vor Abflug eingereicht werden. Das E-Visum für Kenia ist ab dem Tag der Einreise für 90 Tage
gültig. Die Bearbeitungszeit dauert ca. 3 Tage, die Kosten in Höhe von 30 US-Dollar pro Person bezahlen Sie per Kreditkarte.
Bei der Einreise nach Kenia müssen Sie an der Passkontrolle Ihr ausgedrucktes Visum sowie das Rückflugticket vorlegen. Das E-Visum ist grundsätzlich ein
"Single-Entry“-Visum. Wer innerhalb von 90 Tagen mehrfach nach Kenia einreisen möchte, sollte ein "East Africa Tourist Visa" (EATV) beantragen.
Online-Beantragung des eTA-Tickets:
www.etakenya.go.ke/de
Kenia liegt in Ostafrika am Indischen Ozean und grenzt an die Länder Tansania, Uganda, Äthiopien, Somalia und den Südsudan an. Mit rund 57,5 Millionen Einwohnern ist das Land ethnisch vielfältig: Die Bevölkerung setzt sich aus 43 verschiedenen Volksgruppen zusammen. Zu den größten und bedeutendsten zählen die Kikuyu, Luhya, Luo, Kalenjin, Kamba, Kisii und Meru. Die Kikuyu gelten als der einflussreichste Stamm mit vielen führenden Persönlichkeiten in Politik und Wirtschaft.
Die beste Reisezeit für Kenia hängt davon ab, was man erleben möchte – Safari, Strandurlaub oder beides?
Kenia ist ein ganzjährig attraktives Reiseziel mit angenehmen Temperaturen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen meist zwischen 31°C und 36°C,
während es nachts auf 22°C bis 15°C abkühlt. Eine ganzjährige Temperaturtabelle sowie die aktuellen Wetterwerte von heute finden Sie unter der Rubrik:
Wetter & Temperaturen
Kenias "big Five" bezeichnen fünf der berühmtesten und beeindruckendsten Wildtiere, die ursprünglich von Großwildjägern als die „schwierigsten und gefährlichsten“ Tiere zu jagen galten. Heute gelten sie als Highlight jeder Safari und als Symbol für Afrikas faszinierende Tierwelt, dazu zählen:
Die besten Chancen, alle "Big Five" hautnah in Natur zu erleben, bieten folgende Parks:
Kenia hat zwei Amtssprachen: Englisch und Swahili. Zu den offiziellen Srachen kommen viele ethnische Sprachen hinzu, wie etwa Kikuyu, Luo, Luhya, Kamba, Maasai, Meru oder Turkana. Die meisten Kenianer sprechen sowohl Englisch als auch Kiswahili sowie zusätzlich eine oder mehrere Stammessprachen, abhängig von ihrer ethnischen Herkunft.
Kenia kennt keine Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit. Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt im Sommer plus 1 Stunde, im Winter plus 2 Stunden.
Ihr Reisegepäck darf keinerlei Drogen oder Betäubungsmittel enthalten – auch nicht in kleinen Mengen oder für den Eigenbedarf. Ebenso verboten sind pornografisches Material, inklusive Sexspielzeug, sowie Waffen jeglicher Art, darunter auch Reizgas wie CS-Gas oder Pfefferspray.
Bargeld und andere Zahlungsmittel im Gesamtwert von über 10.000 US-Dollar müssen bei der Einreise nach Kenia deklariert werden. Als Zahlungsmittel gelten dabei nicht nur Bargeld, sondern auch Reiseschecks oder Edelmetalle wie Gold und Silber.
In Kenia ist die Einfuhr und Nutzung von Plastiktüten streng verboten. Schon der Besitz ist strafbar! Dazu zählen Tragetaschen jeder Art, Supermarkttaschen, Duty-Free-Tüten, Müllbeutel und andere Einwegplastikverpackungen. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Gepäck keine derartigen Verpackungen enthält. Ausgenommen sind transparente, wiederverschließbare 1-Liter-Kunststoffbeutel für Flüssigkeiten im Handgepäck. Verstöße können mit hohen Geldstrafen geahndet werden.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind aktuell keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Die folgenden Gesundheitsinformationen zu Kenia dienen als Orientierung, ersetzen jedoch nicht die individuelle Beratung durch Ihren Hausarzt oder
ein Tropeninstitut. Es wird allgemein empfohlen, den Impfstatus für Diphtherie, Polio und Tetanus zu überprüfen und bei Bedarf aufzufrischen. Zudem
ist eine Impfung gegen Hepatitis A und B sinnvoll.
Eine aktuelle Liste des deutschen Tropeninstitus über Impfempfehlung zu Kenia finden Sie unter:
tropeninstitut.de/ihr-reiseziel/kenia
Malaria stellt nach wie vor ein hohes Gesundheitsrisiko für Touristen dar. Übertragen wird Malaria durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke, die mit dem Erreger
"Plasmodium" infiziert ist. Diese Mücken sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv und lieben stehende Wasserstellen. Mücken sind in Kenia ein weit verbreitetes
Problem, vor allem in beliebten Touristenorten wie Diani- oder Bamburi Beach. Das warm-feuchte Klima bietet den perfekten Nährboden für diese lästigen Insekten,
was zu einer hohen Mückendichte in der Küstenregion Kenias führt.
Leider besteht das ganze Jahr über ein Risiko, sich mit Malaria zu infizieren, allerdings variiert die Gefahr je nach Region und Jahreszeit deutlich. Während die
Hauptstadt Nairobi aufgrund seiner Höhenlage als praktisch malariafrei gilt, sind es vor allem die Urlaubgebiete wie Diani Beach oder Bamburi Beach an den Küsten,
welche ein hohes Infektionsrisiko ausweisen. Besonders hoch ist die Moskito-Intensität in den Sommermonaten Juni bis August.
Verbereitung von Malaria:
Ein vorbeugender Mückenschutz ist das A und O auf jeder Kenia-Reise. Zum Schutz vor Stichen empfiehlt es sich:
Eine individuelle Beratung beim Tropenmediziner oder Hausarzt wird dringend empfohlen. Je nach Reiseroute und Reisedauer kann eine Tabletten-Prophylaxe (z. B. Malarone, Doxycyclin oder Lariam) sinnvoll sein. Alternativ: Standby-Therapie, also Notfallmedikamente, die nur im Krankheitsfall eingenommen werden müssen.
Das medizinische Versorgungsangebot ist zumindest in Nairobi und Mombasa im privaten Sektor teils auf europäischem Niveau. In ländlichen Regionen ist das öffentliche Gesundheitswesen hinsichtlich personeller, apparativer aber auch hygienischer Ressourcen eher defizitär strukturiert.
Es besteht kein Versicherungsabkommen mit den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Krankenkassenkarten der AOK, Barmer, Techniker etc. werden nicht akzeptiert.
Eine ernsthafte Erkrankung kann eine Reise erheblich beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, frühzeitig eine Reisekrankenversicherung abzuschließen. Diese sollte
nicht nur die regulären Behandlungskosten abdecken, sondern idealerweise auch die Kosten für einen möglichen Rücktransport ins Heimatland umfassen.
Gut anerkannt ist etwa der Auslandskrankenschutz des ADAC.
www.adac.de
Extra-Schutz für Safari-Abenteuer: Für Safaris oder Aufenthalte in abgelegenen Gebieten empfiehlt sich zusätzlich eine „MedEvac“-Versicherung der „Amref Flying Doctors“
- ein fliegender Ambulanzdienst mit Ärzten und Piloten, der rund um die Uhr einsatzbereit ist und sich auf medizinische Notfälle in abgelegenen Regionen spezialisiert
hat. Bei einem medizinischen Notfall leisten die Flying Doctors professionelle Hilfe und fliegen Sie - wenn nötig - sofort in ein Krankenhaus nach Nairobi oder Mombasa.
Die „Amref Flying Doctors“ führen seit 1957 medizinische Rettungsflüge sowie Krankentransporten in der Luft und am Boden durch und ermöglichen es Safariliebhabern,
sicher an Orte ungezähmter Natur zu reisen. Versicherungspolicen sind ab 10 US-Dollar erhältlich.
Planen Sie eine Safari? Eine Flying-Doctors-Versicherung ist in Kenia eine gute Ergänzung zu einer Reisekrankenversicherung. Weitere Infos unter:
www.flydoc.org
Kenianische Apotheken führen in der Regel eine gute Auswahl an international gängigen Medikamenten – viele davon unter bekannten Markennamen. Für kleinere Beschwerden müssen Sie sich also keine Sorgen machen. Zusätzlich bieten viele größere Supermärkte ein Basissortiment an rezeptfreien Mitteln, z. B. gegen Schmerzen, Fieber, Magenverstimmungen, Durchfall oder Verstopfung. Auch Wunddesinfektionsmittel, Sonnencremes und Anti-Mückensprays sind dort meist erhältlich. Persönlich benötigte Medikamente (vor allem verschreibungspflichtige) bringen Sie am besten im Handgepäck mit – idealerweise in der Originalverpackung und mit Beipackzettel.
Die allgemeine Notrufnummer lautet 999 und gilt für Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen.
Benötigen Sie polizeiliche Hilfe, erreichen Sie die nächstgelegene Polizeistation unter der Rufnummer 122. Online ist die kenianische Polizei erreichbar unter: www.nationalpolice.go.ke
In Kenia liegt die Netzspannung bei 230–240 Volt. Die Steckdosen entsprechen dem britischen Standard: dreipolig und quadratisch (Typ G).
In Nairobi und Mombasa ist die Internetabdeckung insgesamt gut. Die Mobilfunkanbieter Safaricom, Airtel und Telkom bieten in beiden Städten 3G- und 4G-Dienste an, wobei Safaricom als der Anbieter mit der besten Netzabdeckung und dem stabilsten mobilen Internetverbindung gilt. In Nairobi ist einigen zentralen Bezirken inzwischen auch 5G verfügbar, während in Mombasa der Ausbau von 5G-Netzen noch begrenzt ist. Viele Hotels, Restaurants, Bars, Taxis und Strandbars bieten für ihre Gäste kostenloses WLAN (WiFi) an. In abgelegeneren Gebieten oder Safari-Lodges kann der Internetzugang eingeschränkt sein.
Für Touristen lohnt sich der Kauf einer lokalen Prepaid-SIM-Karte, z. B. von Safaricom, um günstig zu telefonieren und mobil online zu sein. Die SIM-Karten sind an Flughäfen, in Einkaufszentren oder in den offiziellen Shops der Anbieter erhältlich. Für die Registrierung ist die Vorlage des Reisepasses erforderlich. Die Datenpakete sind preiswert und deutlich günstiger als Roaming-Angebote aus Europa.
Landeswährung ist der kenianische Schilling (KES oder Ksh). Ein Euro entspricht aktuell ca. 148,- Schilling (Ksh). Wechseln kann man in allen Banken gegen Vorlage des Reisepasses. Vorsicht bei Straßentausch! Tipp: Nehmen Sie für den Umtausch keine "großen" Banknoten mit. Gut geeignet sind etwa 50-Euro-Scheine.
Der aktuelle Wechselkurs zwischen dem Kenianischen Schilling (KES) und dem Euro (EUR) beträgt:
1 KES = 0,0068 EUR
1 EUR = 147,42 KES
Diese Angaben entsprechen dem Devisenmittelkurs vom 17. April 2025. Die tatsächlichen Wechselkurse können je nach Anbieter variieren, da Banken und Wechselstuben oft
eigene Gebühren oder auch Aufschläge berechnen.
Eine tagesaktuelle Umrechnungstabelle KES/EUR finden Sie unter
Wechselkurse
Trinkgelder sind in Kenia immer gern gesehen, aber nicht vorgeschrieben. In vielen Hotels, Restaurants und Bars ist bereits eine „Servicegebühr“ im Preis enthalten. Dennoch freuen sich Angestellte und Hilfskräfte über eine kleine Anerkennung, denn die Löhne sind oft niedrig. Ein kleines Trinkgeld von einem US-Dollar oder 100 Schilling wird bereits geschätzt. Kofferträger, Zimmermädchen oder Safari-Guides freuen sich bei gutem Service über ein paar nette Worte und eine kleine Aufmerksamkeit. Wenn möglich, übergeben Sie Trinkgeld in bar und direkt persönlich – das kommt am besten an.
In Kenia können Sie in den meisten Hotels, Bars, Restaurants, Geschäften, Autovermietern und bei Touranbietern problemlos mit internationalen Kreditkarten wie VISA oder MasterCard bezahlen. Deutsche EC- oder Girokarten (z. B. mit „Maestro“- oder „V-Pay“-Logo) werden nicht akzeptiert – weder als Zahlungsmittel noch an Geldautomaten. Auch bei Kreditkarten in Form von Debit- oder Prepaidkarten kann es vereinzelt zu Problemen kommen – sowohl beim Bezahlen als auch beim Geldabheben. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Karte für weltweite Nutzung freigeschaltet ist, bevor Sie verreisen. Bargeld in kenianischen Schilling (Ksh) können Sie landesweit an Geldautomaten (ATMs) abheben. Dabei fallen meist geringe Gebühren an – sowohl vom Automatenbetreiber als auch von Ihrer Bank zu Hause.
Neben der Landeswährung Schilling (Ksh) ist auch US-Dollar als Zahlungsmittel weit verbreitet und wird vielerorts zum Bezahlen akzeptiert – vor allem in Hotels, bei Tourenanbietern oder Autovermietern. Auch auf Märkten werden US-Dollar oft für kleine Käufe angenommen. Euro-Scheine sind weniger bekannt und werden kaum akzeptiert, weshalb sich US-Dollar als Zahlungsmittel generell besser eignen. Insbesondere die kleinen 1-Dollar-Noten sind für Trinkgelder ideal und werden gerne angenommen. Wichtig: In Kenia werden nur US-Dollar-Noten akzeptiert, die ab dem Jahr 2006 gedruckt wurden. Ältere Scheine werden oft abgelehnt – auch wenn sie unbeschädigt sind. Fazit: Eine Kombination aus Kreditkarte und Bargeld in Schilling (Ksh) und US-Dollar ist ideal.
In Kenia ist auf den Geldscheinen das Porträt des Präsidenten abgebildet. Aus Respekt vor dem Staatsoberhaupt ist es gesetzlich verboten, Banknoten zu beschädigen, zu zerreißen oder zu beschriften. Die absichtliche Zerstörung von Geldscheinen steht unter Strafe. Tipp: Achten Sie darauf, Banknoten sauber und ordentlich zu behandeln und lehnen Sie im Zweifel beschädigte Scheine beim Wechseln oder Bezahlen höflich ab.
Kenia ist grundsätzlich ein sicheres Reiseziel für Urlauber, die sich überwiegend in ihrer Hotelanlage oder in touristisch gut erschlossenen Gebieten aufhalten.
In der Regel genießen Reisende einen unbeschwerten Urlaub an den traumhaften Stränden oder auf geführten Safaris – ganz ohne Zwischenfälle.
Trotzdem sollten Sie sich der besonderen Sicherheitslage bewusst sein: In Teilen des Landes besteht ein erhöhtes Risiko für terroristische Anschläge, insbesondere
durch die aus Somalia stammende Terrororganisation Al-Shabaab. Orte mit einem erhöhten Gefahrenpotenzial sind unter anderem große Einkaufszentren, öffentliche
Verkehrsmittel (wie Busse und Fähren), aber auch Bars, Restaurants und Hotels. Außerdem sollten Sie beim Verlassen der Hotelanlage Vorsicht walten lassen – besonders
nach Einbruch der Dunkelheit. Spaziergänge an abgelegenen Stränden oder durch wenig beleuchtete Gegenden können riskant sein, da es in Einzelfällen zu bewaffneten
Überfällen gekommen ist. In der Vergangenheit wurden auch deutsche Urlauber Opfer solcher Vorfälle. Die Küstenregion nördlich von Malindi gilt als besonders unsicher,
hier wird von Reisen generell abgeraten. Auch beim Besuch der Altstadt von Mombasa ist Vorsicht geboten – am besten unternehmen Sie solche Ausflüge nur in Begleitung
ortskundiger Personen und tagsüber. Nachts sollten Sie die Innenstädte von Nairobi und
Mombasa meiden.
Lassen Sie Ihren Reisepass, Bargeld oder andere Wertsachen niemals offen im Hotelzimmer liegen – es sei denn, ein Safe ist vorhanden. Nutzen Sie stets den Zimmersafe
oder bewahren Sie Ihre Wertgegenstände in sicheren Schließfächern an der Rezeption auf. Auch während Ausflügen gilt: Lassen Sie keine wichtigen Dinge wie Geldbörsen,
Taschen oder Kameras unbeaufsichtigt – selbst nicht für kurze Zeit. Eine kurze Unachtsamkeit kann leider ausreichen.
Wenn Sie diese Hinweise beachten, aufmerksam bleiben und sich an empfohlene Sicherheitsmaßnahmen halten, steht einem entspannten und sicheren Urlaub in Kenia
nichts im Wege.
Vor der Reise:
Sicherheit vor Ort:
Vorsicht bei Ausflügen:
Im Notfall:
Wie in vielen anderen Ländern gibt es auch in Kenia ein gewisses Risiko, Opfer von Kriminalität zu werden, insbesondere in größeren Städten. Landesweit kommt es immer
wieder zu bewaffneten Raubüberfällen, daher ist eine gewisse Vorsicht im Alltag wichtig. Gelegentlich werden auch sogenannte „Blitz-Entführungen“ gemeldet. Dabei
werden Reisende für kurze Zeit festgehalten, um unter Androhung von Gewalt mit deren Bankkarten Geld abzuheben. Zwar sind solche Fälle selten, doch sie betreffen
auch westliche Ausländer. Achten Sie deshalb darauf, nicht allein unterwegs zu sein und keine Wertgegenstände offen zu zeigen.
In Nairobi gelten bestimmte Stadtteile wie etwa Eastleigh, Pangani sowie die Slumgebiete als besonders unsicher und sollten gemieden werden. Auch Trickbetrüger sind
in der Hauptstadt aktiv – in manchen Fällen haben sich Täter sogar als Polizisten ausgegeben, um Touristen hereinzulegen. Zudem besteht sowohl in Nairobi als auch
in Mombasa eine erhöhte Gefahr von Überfällen – zu Fuß ebenso wie im Auto. Besonders bei sogenannten „Car-Jackings“ (Überfällen auf fahrende oder stehende Fahrzeuge)
ist Vorsicht geboten. Achten Sie darauf, Ihre Autotüren immer zu verriegeln und nachts nur mit zuverlässigem Fahrer unterwegs zu sein.
Homosexuelle Handlungen stehen in Kenia laut Strafgesetzbuch unter Strafe, auch wenn diese Gesetze in der Praxis eher selten angewendet werden. Dennoch ist das Thema in der kenianischen Gesellschaft stark tabuisiert, besonders in ländlichen Regionen. Für LGBTIQ-Reisende gilt daher: Diskretion im öffentlichen Raum wird dringend empfohlen. Offene Zuneigungsbekundungen gleichgeschlechtlicher Paare können auf Ablehnung stoßen oder unangenehme Situationen hervorrufen. In Hotels, bei Reiseveranstaltern oder in touristisch geprägten Gegenden herrscht oft eine tolerantere Haltung – dennoch ist ein respektvoller, zurückhaltender Umgang ratsam.
Die kenianische Community ist multikulturell und hat dadurch eine relativ lockere Kleiderordnung. In Städten und ländlichen Gegenden ist ein etwas zurückhaltender Kleidungsstil üblich. Schultern sollten bedeckt sein, und Hosen oder Röcke sollten idealerweise bis zu den Knien reichen. Besonders in Mombasa und entlang der Küste, wo viele Menschen muslimischen Glaubens sind, ist etwas mehr Zurückhaltung gefragt. Viele einheimische Frauen tragen dort zusätzlich ein Kopftuch. In Hotels, Lodges und auf Safari geht es entspannter zu. Dort sind kurze Hosen, Röcke und ärmellose Oberteile völlig in Ordnung – schließlich soll Ihr Urlaub bequem sein! Um sich vor Mücken zu schützen, empfehlen sich nach Sonnenuntergang lange Hosen und eventuell auch langärmelige Kleidung.
Für Safaris ist eine bequeme und lockere Kleidung aus Baumwolle am besten geeignet. Ideal sind sogenannte „Safarifarben“ wie Khaki, Beige, Braun oder Olivgrün. Diese natürlichen Töne helfen dabei, sich unauffällig in die Umgebung einzufügen – was nicht nur die Tiere weniger stört, sondern auch Insekten fernhält. Vermeiden Sie helle Farben wie Weiß und kräftige Töne wie Rot, Blau oder Schwarz. Diese ziehen Tsetse-Fliegen und andere lästige Insekten an, was unangenehm werden kann. Tipp: Nehmen Sie eine leichte Jacke oder ein langärmeliges Hemd mit – morgens und abends kann es auf Pirschfahrten überraschend kühl werden.
In Kenia gilt Linksverkehr, ein Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit. Die Hauptverkehrsstraßen sind oft in einem schlechtem Zustand, was ein zügiges Vorankommen erschwert. Schwere Unfälle mit Überlandbussen oder den Motorradtaxis „Boda-Boda“ kommen relativ häufig vor, meist bedingt durch überhöhte Geschwindigkeit oder übermüdete Fahrer. Zudem führt die eingeschränkte Verkehrstauglichkeit vieler Fahrzeuge regelmäßig zu Unfällen.
Wenn Sie als Tourist in Kenia ein Auto mieten oder selbst fahren möchten, benötigen Sie einen internationalen Führerschein. Dieser ist jedoch nur in Kombination mit Ihrem deutschen nationalen Führerschein gültig – beide Dokumente müssen also mitgeführt werden.
Kenia bietet Reisenden verschiedene Möglichkeiten, sich bequem im Land fortzubewegen – zu Land, zu Luft und sogar per Bahn. Neben einem gut ausgebauten Inlandsflugnetz gibt es Zugverbindungen, Langstreckenbusse sowie zahlreiche lokale Transportmittel. Zu den typischen Verkehrsmitteln gehören:
Hinweis zur Sicherheit: Viele öffentliche Busse und Kleinfahrzeuge befinden sich nicht immer in verkehrssicherem Zustand. Besonders bei selbst organisierten Fahrten empfiehlt es sich das Ziel immer bei Tageslicht zu erreichen. Die Straßenbeleuchtungen sind oft unzureichend, und die Unfallgefahr steigt nach Einbruch der Dunkelheit.
German Embassy Nairobi
Ludwig Krapf House
Riverside Drive 113
Nairobi
Telefon: +254 20 426 21 000
E-Mail: info@nairobi.diplo.de
https://nairobi.diplo.de/
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8:00-12:00 Uhr
Montag bis Freitag: 13:30-15:00 Uhr
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www.embassy-of-kenya.de
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