KENIA

Wissenswertes und Reisetipps

Die große Kenia-FAQ – mit allen wichtigen Infos, die während des Urlaubs Geld, Zeit und Nerven sparen.

FLY Kenia - Wissenswertes und Reisetipps

Über 80.000 Deutsche besuchen jedes Jahr Kenia – vor allem für Strandurlaub und Safaris.

Alles, was für einen Kenia-Urlaub wichtig zu wissen ist

Kenia gilt als das beliebteste Reiseziel deutscher Touristen in Ostafrika. Vieles ist im Land anders, als gewohnt. Mit "Wissenswertes und Reisetipps" möchten wir Ihnen hilfreiche Informationen an die Hand geben, damit Sie sich optimal auf Ihren Kenia-Urlaub vorbereiten können.

Wetter & Temperaturen

Wechselkurs / Euro ⇔ Schilling

Erforderliche Reisedokumente

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise einen eReisepass mit RFID-Chip, der über den Reise­zeit­raum hinaus mindes­tens noch sechs Monate gültig sein muss. Personal­aus­weise werden nicht akzepiert. Für minder­jährige Kinder ist ein Kinder­reise­pass erforderlich.

eTA-Ticket zur Einreise

Kenia-Urlauber benötigen zur Einreise eine elek­tro­nische Ein­reise­ge­neh­mi­gung "Electronic Travel Authorization" (eTA). Die Beantragung erfolgt online und kann frühestens drei Monate vor Abreise, spätestens jedoch 72 Stunden vor Abflug ein­gereicht werden. Das E-Visum für Kenia ist ab dem Tag der Einreise für 90 Tage gültig. Die Be­ar­bei­tungs­zeit dauert ca. 3 Tage, die Kosten in Höhe von 30 US-Dollar pro Person bezahlen Sie per Kredit­karte.

Bei der Einreise nach Kenia müssen Sie an der Pass­kontrolle Ihr aus­ge­drucktes Visum sowie das Rück­flug­ticket vor­legen. Das E-Visum ist grund­sätzlich ein "Single-Entry“-Visum. Wer inner­halb von 90 Tagen mehr­fach nach Kenia einreisen möchte, sollte ein "East Africa Tourist Visa" (EATV) beantragen.

Online-Beantragung des eTA-Tickets: www.etakenya.go.ke/de

Kenia im Überblick

Kenia liegt in Ostafrika am Indischen Ozean und grenzt an die Länder Tansania, Uganda, Äthiopien, Somalia und den Südsudan an. Mit rund 57,5 Millionen Einwohnern ist das Land ethnisch vielfältig: Die Bevölkerung setzt sich aus 43 verschiedenen Volksgruppen zusammen. Zu den größten und bedeutendsten zählen die Kikuyu, Luhya, Luo, Kalenjin, Kamba, Kisii und Meru. Die Kikuyu gelten als der einflussreichste Stamm mit vielen führenden Persönlichkeiten in Politik und Wirtschaft.

Wann ist die beste Reisezeit?

Die beste Reisezeit für Kenia hängt davon ab, was man erleben möchte – Safari, Strandurlaub oder beides?

Wann ist Regenzeit?

Wie sind aktuell die Temperaturen?

Kenia ist ein ganzjährig attraktives Reiseziel mit angenehmen Temperaturen. Die Tages­höchst­tempe­ra­turen liegen meist zwischen 31°C und 36°C, während es nachts auf 22°C bis 15°C abkühlt. Eine ganz­jährige Temperaturtabelle sowie die aktuellen Wetter­werte von heute finden Sie unter der Rubrik:
Wetter & Temperaturen

Was sind Kenias "Big Five"?

Kenias "big Five" bezeichnen fünf der berühmtesten und beeindruckendsten Wildtiere, die ursprünglich von Großwildjägern als die „schwierigsten und gefährlichsten“ Tiere zu jagen galten. Heute gelten sie als Highlight jeder Safari und als Symbol für Afrikas faszinierende Tierwelt, dazu zählen:

Die besten Chancen, alle "Big Five" hautnah in Natur zu erleben, bieten folgende Parks:

Sprache

Kenia hat zwei Amtssprachen: Englisch und Swahili. Zu den offiziellen Srachen kommen viele ethnische Sprachen hinzu, wie etwa Kikuyu, Luo, Luhya, Kamba, Maasai, Meru oder Turkana. Die meisten Kenianer sprechen sowohl Englisch als auch Kiswahili sowie zusätzlich eine oder mehrere Stammessprachen, abhängig von ihrer ethnischen Herkunft.

Zeitunterschied

Kenia kennt keine Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit. Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt im Sommer plus 1 Stunde, im Winter plus 2 Stunden.

Zollgepäckbestimmungen

Ihr Reisegepäck darf keinerlei Drogen oder Betäubungsmittel enthalten – auch nicht in kleinen Mengen oder für den Eigenbedarf. Ebenso verboten sind pornografisches Material, inklusive Sex­spiel­zeug, sowie Waffen jeglicher Art, darunter auch Reizgas wie CS-Gas oder Pfefferspray.

Geldeinfuhr

Bargeld und andere Zahlungsmittel im Gesamtwert von über 10.000 US-Dollar müssen bei der Einreise nach Kenia deklariert werden. Als Zahlungsmittel gelten dabei nicht nur Bargeld, sondern auch Reise­schecks oder Edelmetalle wie Gold und Silber.

Hinweis zu Plastiktüten

In Kenia ist die Einfuhr und Nutzung von Plastik­tüten streng verboten. Schon der Besitz ist strafbar! Dazu zählen Trage­taschen jeder Art, Super­markt­taschen, Duty-Free-Tüten, Müll­beutel und andere Einweg­plastik­ver­pack­un­gen. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Gepäck keine derartigen Ver­pack­un­gen enthält. Aus­genommen sind trans­parente, wieder­verschließ­bare 1-Liter-Kunst­stoff­beutel für Flüssig­keiten im Handgepäck. Verstöße können mit hohen Geld­strafen ge­ahndet werden.

Vorgeschriebene Impfungen

Für die direkte Einreise aus Deutsch­land sind aktuell keine Pflicht­impfungen vorgeschrieben.

Empfohlene Impfungen

Die folgenden Gesund­heits­infor­ma­tio­nen zu Kenia dienen als Orientierung, er­set­zen jedoch nicht die indivi­duel­le Be­ra­tung durch Ihren Haus­arzt oder ein Tro­pen­institut. Es wird all­gemein em­pfoh­len, den Impf­status für Diphthe­rie, Polio und Teta­nus zu über­prüfen und bei Bedarf auf­zu­frischen. Zudem ist eine Impfung gegen Hepa­ti­tis A und B sinn­voll.

Eine aktuelle Liste des deutschen Tropen­institus über Impf­empfehlung zu Kenia finden Sie unter:
tropeninstitut.de/ihr-reiseziel/kenia

Tropenkrankheit Nr. 1 – Malaria

Malaria stellt nach wie vor ein hohes Gesundheitsrisiko für Touristen dar. Übertragen wird Malaria durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke, die mit dem Erreger "Plasmodium" infiziert ist. Diese Mücken sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv und lieben stehende Wasserstellen. Mücken sind in Kenia ein weit verbreitetes Problem, vor allem in beliebten Touristenorten wie Diani- oder Bamburi Beach. Das warm-feuchte Klima bietet den perfekten Nährboden für diese lästigen Insekten, was zu einer hohen Mückendichte in der Küstenregion Kenias führt.

Leider besteht das ganze Jahr über ein Risiko, sich mit Malaria zu infizieren, allerdings variiert die Gefahr je nach Region und Jahreszeit deutlich. Während die Hauptstadt Nairobi aufgrund seiner Höhenlage als praktisch malariafrei gilt, sind es vor allem die Urlaubgebiete wie Diani Beach oder Bamburi Beach an den Küsten, welche ein hohes Infektionsrisiko ausweisen. Besonders hoch ist die Moskito-Intensität in den Sommermonaten Juni bis August.

Verbereitung von Malaria:

Ein vorbeugender Mückenschutz ist das A und O auf jeder Kenia-Reise. Zum Schutz vor Stichen empfiehlt es sich:

Eine individuelle Beratung beim Tropenmediziner oder Hausarzt wird dringend empfohlen. Je nach Reiseroute und Reisedauer kann eine Tabletten-Prophylaxe (z. B. Malarone, Doxycyclin oder Lariam) sinnvoll sein. Alternativ: Standby-Therapie, also Notfallmedikamente, die nur im Krankheitsfall eingenommen werden müssen.

Bekannte Tropenkrankheiten

Bakterielle und virale Erkrankungen

Medizinische Versorgung

Das medi­zi­ni­sche Ver­sorgungs­angebot ist zu­mindest in Nairobi und Mom­basa im privaten Sektor teils auf euro­päi­schem Niveau. In länd­lichen Regionen ist das öffen­tliche Gesund­heits­wesen hin­sicht­lich per­so­nel­ler, appara­tiver aber auch hy­gie­ni­scher Ressourcen eher defizitär strukturiert.

Krankenversicherung

Es besteht kein Versicherungs­ab­kom­men mit den gesetz­lichen Kranken­kas­sen in Deutsch­land. Kranken­kassen­karten der AOK, Barmer, Techniker etc. werden nicht akzeptiert.

Reisekrankenversicherung

Eine ernsthafte Erkrankung kann eine Reise erheblich beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, frühzeitig eine Reise­kranken­versicherung ab­zu­schließen. Diese sollte nicht nur die regulären Be­hand­lungs­kosten abdecken, sondern idealer­weise auch die Kosten für einen mög­lichen Rück­transport ins Heimat­land umfassen.

Gut anerkannt ist etwa der Auslands­kranken­schutz des ADAC. www.adac.de

„Flying Doctors“-Service

Extra-Schutz für Safari-Abenteuer: Für Safaris oder Aufenthalte in abgelegenen Gebieten empfiehlt sich zusätzlich eine „MedEvac“-Versicherung der „Amref Flying Doctors“ - ein fliegender Ambulanzdienst mit Ärzten und Piloten, der rund um die Uhr einsatzbereit ist und sich auf medizinische Notfälle in abgelegenen Regionen spezialisiert hat. Bei einem medizinischen Notfall leisten die Flying Doctors professionelle Hilfe und fliegen Sie - wenn nötig - sofort in ein Krankenhaus nach Nairobi oder Mombasa. Die „Amref Flying Doctors“ führen seit 1957 medizinische Rettungsflüge sowie Krankentransporten in der Luft und am Boden durch und ermöglichen es Safariliebhabern, sicher an Orte ungezähmter Natur zu reisen. Versicherungspolicen sind ab 10 US-Dollar erhältlich.

Planen Sie eine Safari? Eine Flying-Doctors-Versicherung ist in Kenia eine gute Ergänzung zu einer Reisekrankenversicherung. Weitere Infos unter: www.flydoc.org

Apotheken und Medikamente

Kenianische Apotheken führen in der Regel eine gute Auswahl an international gängigen Medika­menten – viele davon unter bekannten Marken­namen. Für kleinere Beschwerden müssen Sie sich also keine Sorgen machen. Zusätzlich bieten viele größere Supermärkte ein Basissortiment an rezept­freien Mitteln, z. B. gegen Schmerzen, Fieber, Magenverstimmungen, Durchfall oder Verstopfung. Auch Wunddesinfektionsmittel, Sonnencremes und Anti-Mückensprays sind dort meist erhältlich. Persönlich benötigte Medikamente (vor allem verschreibungspflichtige) bringen Sie am besten im Handgepäck mit – idealerweise in der Original­verpackung und mit Beipackzettel.

Notrufnummer

Die allgemeine Notrufnummer lautet 999 und gilt für Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen.

Polizei im Notfall

Benötigen Sie polizeiliche Hilfe, erreichen Sie die nächst­ge­le­gene Polizei­station unter der Rufnummer 122. Online ist die kenia­nische Polizei er­reich­bar unter: www.nationalpolice.go.ke

Strom & Steckdosen

In Kenia liegt die Netzspannung bei 230–240 Volt. Die Steckdosen entsprechen dem britischen Standard: dreipolig und quadratisch (Typ G).

Mobiles Internet & WiFi

In Nairobi und Mombasa ist die Internetabdeckung insgesamt gut. Die Mobilfunkanbieter Safaricom, Airtel und Telkom bieten in beiden Städten 3G- und 4G-Dienste an, wobei Safaricom als der Anbieter mit der besten Netzabdeckung und dem stabilsten mobilen Internetverbindung gilt. In Nairobi ist einigen zentralen Bezirken inzwischen auch 5G verfügbar, während in Mombasa der Ausbau von 5G-Netzen noch begrenzt ist. Viele Hotels, Restaurants, Bars, Taxis und Strandbars bieten für ihre Gäste kostenloses WLAN (WiFi) an. In abgelegeneren Gebieten oder Safari-Lodges kann der Internetzugang eingeschränkt sein.

Lokale SIM-Karten

Für Touristen lohnt sich der Kauf einer lokalen Prepaid-SIM-Karte, z. B. von Safaricom, um günstig zu telefonieren und mobil online zu sein. Die SIM-Karten sind an Flughäfen, in Einkaufszentren oder in den offiziellen Shops der Anbieter erhältlich. Für die Registrierung ist die Vorlage des Reisepasses erforderlich. Die Datenpakete sind preiswert und deutlich günstiger als Roaming-Angebote aus Europa.

Währung

Landeswährung ist der kenianische Schilling (KES oder Ksh). Ein Euro ent­spricht aktuell ca. 148,- Schilling (Ksh). Wechseln kann man in allen Banken gegen Vor­lage des Reise­passes. Vor­sicht bei Straßen­tausch! Tipp: Nehmen Sie für den Um­tausch keine "großen" Bank­noten mit. Gut geeignet sind etwa 50-Euro-Scheine.

Wie sind die Wechselkurse?

Der aktuelle Wechselkurs zwischen dem Kenianischen Schilling (KES) und dem Euro (EUR) beträgt:

1 KES = 0,0068 EUR
1 EUR = 147,42 KES

Diese Angaben entsprechen dem Devisenmittelkurs vom 17. April 2025. Die tatsächlichen Wechselkurse können je nach Anbieter variieren, da Banken und Wechselstuben oft eigene Gebühren oder auch Aufschläge berechnen.

Eine tagesaktuelle Umrechnungstabelle KES/EUR finden Sie unter Wechselkurse

Trinkgeld – eine nette Geste

Trinkgelder sind in Kenia immer gern gesehen, aber nicht vorgeschrieben. In vielen Hotels, Restaurants und Bars ist bereits eine „Servicegebühr“ im Preis enthalten. Dennoch freuen sich Angestellte und Hilfskräfte über eine kleine Anerkennung, denn die Löhne sind oft niedrig. Ein kleines Trinkgeld von einem US-Dollar oder 100 Schilling wird bereits geschätzt. Kofferträger, Zimmermädchen oder Safari-Guides freuen sich bei gutem Service über ein paar nette Worte und eine kleine Aufmerksam­keit. Wenn möglich, übergeben Sie Trinkgeld in bar und direkt persönlich – das kommt am besten an.

Trinkgeld-Richtwerte

Kreditkarten / EC / Girocards

In Kenia können Sie in den meisten Hotels, Bars, Restaurants, Geschäften, Autovermietern und bei Touranbietern problemlos mit internationalen Kreditkarten wie VISA oder MasterCard bezahlen. Deutsche EC- oder Girokarten (z. B. mit „Maestro“- oder „V-Pay“-Logo) werden nicht akzeptiert – weder als Zahlungsmittel noch an Geldautomaten. Auch bei Kreditkarten in Form von Debit- oder Prepaid­karten kann es vereinzelt zu Problemen kommen – sowohl beim Bezahlen als auch beim Geldabheben. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Karte für weltweite Nutzung freigeschaltet ist, bevor Sie verreisen. Bargeld in kenianischen Schilling (Ksh) können Sie landesweit an Geldautomaten (ATMs) abheben. Dabei fallen meist geringe Gebühren an – sowohl vom Automatenbetreiber als auch von Ihrer Bank zu Hause.

Besser Euro oder US-Dollar?

Neben der Landeswährung Schilling (Ksh) ist auch US-Dollar als Zahlungsmittel weit verbreitet und wird vielerorts zum Bezahlen akzeptiert – vor allem in Hotels, bei Tourenanbietern oder Autovermietern. Auch auf Märkten werden US-Dollar oft für kleine Käufe angenommen. Euro-Scheine sind weniger bekannt und werden kaum akzeptiert, weshalb sich US-Dollar als Zahlungsmittel generell besser eignen. Insbesondere die kleinen 1-Dollar-Noten sind für Trinkgelder ideal und werden gerne angenommen. Wichtig: In Kenia werden nur US-Dollar-Noten akzeptiert, die ab dem Jahr 2006 gedruckt wurden. Ältere Scheine werden oft abgelehnt – auch wenn sie unbeschädigt sind. Fazit: Eine Kombination aus Kreditkarte und Bargeld in Schilling (Ksh) und US-Dollar ist ideal.

Umgang mit Banknoten

In Kenia ist auf den Geldscheinen das Porträt des Präsidenten abgebildet. Aus Respekt vor dem Staatsoberhaupt ist es gesetzlich verboten, Banknoten zu beschädigen, zu zerreißen oder zu beschriften. Die absichtliche Zerstörung von Geldscheinen steht unter Strafe. Tipp: Achten Sie darauf, Banknoten sauber und ordentlich zu behandeln und lehnen Sie im Zweifel beschädigte Scheine beim Wechseln oder Bezahlen höflich ab.

Sicherheitslage

Kenia ist grundsätzlich ein sicheres Reiseziel für Urlauber, die sich überwiegend in ihrer Hotelanlage oder in touristisch gut erschlossenen Gebieten aufhalten. In der Regel genießen Reisende einen unbeschwerten Urlaub an den traumhaften Stränden oder auf geführten Safaris – ganz ohne Zwischenfälle.

Trotzdem sollten Sie sich der besonderen Sicherheitslage bewusst sein: In Teilen des Landes besteht ein erhöhtes Risiko für terroristische Anschläge, insbesondere durch die aus Somalia stammende Terrororganisation Al-Shabaab. Orte mit einem erhöhten Gefahrenpotenzial sind unter anderem große Einkaufszentren, öffentliche Verkehrsmittel (wie Busse und Fähren), aber auch Bars, Restaurants und Hotels. Außerdem sollten Sie beim Verlassen der Hotelanlage Vorsicht walten lassen – besonders nach Einbruch der Dunkelheit. Spaziergänge an abgelegenen Stränden oder durch wenig beleuchtete Gegenden können riskant sein, da es in Einzelfällen zu bewaffneten Überfällen gekommen ist. In der Vergangenheit wurden auch deutsche Urlauber Opfer solcher Vorfälle. Die Küstenregion nördlich von Malindi gilt als besonders unsicher, hier wird von Reisen generell abgeraten. Auch beim Besuch der Altstadt von Mombasa ist Vorsicht geboten – am besten unternehmen Sie solche Ausflüge nur in Begleitung ortskundiger Personen und tagsüber. Nachts sollten Sie die Innenstädte von Nairobi und Mombasa meiden.

Lassen Sie Ihren Reisepass, Bargeld oder andere Wertsachen niemals offen im Hotelzimmer liegen – es sei denn, ein Safe ist vorhanden. Nutzen Sie stets den Zimmersafe oder bewahren Sie Ihre Wertgegenstände in sicheren Schließfächern an der Rezeption auf. Auch während Ausflügen gilt: Lassen Sie keine wichtigen Dinge wie Geldbörsen, Taschen oder Kameras unbeaufsichtigt – selbst nicht für kurze Zeit. Eine kurze Unachtsamkeit kann leider ausreichen.

Wenn Sie diese Hinweise beachten, aufmerksam bleiben und sich an empfohlene Sicherheitsmaßnahmen halten, steht einem entspannten und sicheren Urlaub in Kenia nichts im Wege.

Sicherheits-Checkliste

Vor der Reise:

Sicherheit vor Ort:

Vorsicht bei Ausflügen:

Im Notfall:

Kriminalität

Wie in vielen anderen Ländern gibt es auch in Kenia ein gewisses Risiko, Opfer von Kriminalität zu werden, insbesondere in größeren Städten. Landes­weit kommt es immer wieder zu bewaffneten Raubüberfällen, daher ist eine gewisse Vorsicht im Alltag wichtig. Gelegentlich werden auch sogenannte „Blitz-Entführungen“ gemeldet. Dabei werden Reisende für kurze Zeit festgehalten, um unter Androhung von Gewalt mit deren Bankkarten Geld abzuheben. Zwar sind solche Fälle selten, doch sie betreffen auch westliche Ausländer. Achten Sie deshalb darauf, nicht allein unterwegs zu sein und keine Wertgegenstände offen zu zeigen.

In Nairobi gelten bestimmte Stadtteile wie etwa Eastleigh, Pangani sowie die Slumgebiete als besonders unsicher und sollten gemieden werden. Auch Trickbetrüger sind in der Hauptstadt aktiv – in manchen Fällen haben sich Täter sogar als Polizisten ausgegeben, um Touristen herein­zulegen. Zudem besteht sowohl in Nairobi als auch in Mombasa eine erhöhte Gefahr von Überfällen – zu Fuß ebenso wie im Auto. Besonders bei sogenannten „Car-Jackings“ (Überfällen auf fahrende oder stehende Fahrzeuge) ist Vorsicht geboten. Achten Sie darauf, Ihre Autotüren immer zu verriegeln und nachts nur mit zuverlässigem Fahrer unterwegs zu sein.

LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen stehen in Kenia laut Strafgesetzbuch unter Strafe, auch wenn diese Gesetze in der Praxis eher selten angewendet werden. Dennoch ist das Thema in der kenia­nischen Gesellschaft stark tabuisiert, besonders in ländlichen Regionen. Für LGBTIQ-Reisende gilt daher: Diskretion im öffentlichen Raum wird dringend empfohlen. Offene Zuneigungs­bekundungen gleich­geschlecht­licher Paare können auf Ablehnung stoßen oder unangenehme Situationen hervorrufen. In Hotels, bei Reise­veranstaltern oder in touristisch geprägten Gegenden herrscht oft eine tolerantere Haltung – dennoch ist ein respektvoller, zurückhaltender Umgang ratsam.

Kleidungstipps

Die kenianische Community ist multi­kulturell und hat dadurch eine relativ lockere Kleiderordnung. In Städten und ländlichen Gegenden ist ein etwas zurückhaltender Kleidungsstil üblich. Schultern sollten bedeckt sein, und Hosen oder Röcke sollten idealerweise bis zu den Knien reichen. Besonders in Mombasa und entlang der Küste, wo viele Menschen muslimischen Glaubens sind, ist etwas mehr Zurückhaltung gefragt. Viele einheimische Frauen tragen dort zusätzlich ein Kopftuch. In Hotels, Lodges und auf Safari geht es entspannter zu. Dort sind kurze Hosen, Röcke und ärmellose Oberteile völlig in Ordnung – schließlich soll Ihr Urlaub bequem sein! Um sich vor Mücken zu schützen, empfehlen sich nach Sonnenuntergang lange Hosen und eventuell auch langärmelige Kleidung.

Kleidungstipps für Safaris

Für Safaris ist eine bequeme und lockere Kleidung aus Baumwolle am besten geeignet. Ideal sind sogenannte „Safarifarben“ wie Khaki, Beige, Braun oder Olivgrün. Diese natürlichen Töne helfen dabei, sich unauffällig in die Umgebung einzufügen – was nicht nur die Tiere weniger stört, sondern auch Insekten fernhält. Vermeiden Sie helle Farben wie Weiß und kräftige Töne wie Rot, Blau oder Schwarz. Diese ziehen Tsetse-Fliegen und andere lästige Insekten an, was unangenehm werden kann. Tipp: Nehmen Sie eine leichte Jacke oder ein lang­ärmeliges Hemd mit – morgens und abends kann es auf Pirschfahrten überraschend kühl werden.

Straßenverkehr

In Kenia gilt Linksverkehr, ein Über­bleib­sel aus der britischen Kolonial­zeit. Die Haupt­verkehrs­straßen sind oft in einem schlechtem Zustand, was ein zügiges Vor­an­kommen er­schwert. Schwere Un­fälle mit Über­land­bussen oder den Motor­rad­taxis „Boda-Boda“ kommen relativ häufig vor, meist be­dingt durch über­höhte Ge­schwindig­keit oder über­mü­de­te Fahrer. Zudem führt die ein­ge­schränk­te Ver­kehrs­taug­lich­keit vieler Fahr­zeuge regel­mäßig zu Un­fäl­len.

Führerschein

Wenn Sie als Tourist in Kenia ein Auto mieten oder selbst fahren möchten, benötigen Sie einen internationalen Führerschein. Dieser ist jedoch nur in Kombination mit Ihrem deutschen nationalen Führerschein gültig – beide Dokumente müssen also mitgeführt werden.

Unterwegs in Kenia

Kenia bietet Reisenden verschiedene Möglichkeiten, sich bequem im Land fortzubewegen – zu Land, zu Luft und sogar per Bahn. Neben einem gut aus­ge­bauten Inlandsflugnetz gibt es Zugverbindungen, Langstreckenbusse sowie zahlreiche lokale Transportmittel. Zu den typischen Verkehrsmitteln gehören:

Hinweis zur Sicherheit: Viele öffentliche Busse und Kleinfahrzeuge befinden sich nicht immer in verkehrssicherem Zustand. Besonders bei selbst organisierten Fahrten empfiehlt es sich das Ziel immer bei Tageslicht zu erreichen. Die Straßen­beleuchtungen sind oft unzureichend, und die Unfallgefahr steigt nach Einbruch der Dunkelheit.

Deutsche Botschaft in Kenia

German Embassy Nairobi
Ludwig Krapf House
Riverside Drive 113
Nairobi
Telefon: +254 20 426 21 000
E-Mail: info@nairobi.diplo.de
https://nairobi.diplo.de/

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8:00-12:00 Uhr
Montag bis Freitag: 13:30-15:00 Uhr

Kenias Botschaft in Deutschland

Botschaft der Republik Kenia
Rheinbabenallee 49
14199 Berlin
Telefon: 030 - 259 2660
E-Mail: office@embassy-of-kenya.de
www.embassy-of-kenya.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9:00-13:00 Uh
Montag bis Freitag: 14:00-16:00 Uhr